Bei der 2009er-Kommunalwahl in Köln fiel es mir zum ersten Mal auf, denn in der Grüneberg-Schule Kalk (Gemeinschaftgrundschule der Stadt Köln – Primarstufe)  war das Wahllokal untergebracht. Ist sie nicht zu schön, diese wunderbare, visuelle Zeitreise? Etwas, das an die “murals” in den nördlichen Provinzen Irlands erinnert und doch viel weniger martial ist und mehr Siebziger und Harmonie. Entzückend. Diese “Gesetzestafel“, diese “Regeln für den Schulhof:“…

Sätze, einfach zum Niederknien schön:

 1. Auf dem Schulhof schlage und spucke ich nicht.

2. Mit Bällen spiele ich nur auf dem Ballhof.

3. Wenn sich jemand verletzt, helfe ich.

4. Ich nehme kein Essen und Trinken mit in die Pause.

5. Zur Toilette gehe ich nur, wenn ich muss.

6. Bei einem heftigen Streit gehe ich zur Aufsicht.

Das ist einfach sehr wohltuend und entkräftet die vielen billigen Klischees, die über Kalk – ein prosperierendes Veedel – im Umlauf sind! Das hatte ich so nicht erwartet. Und nur Punkt 4 zeigt, dass es sich um moderne Regeln handeln muss: Uns war das Essen und Trinken im  Klassenraum damals verboten…

Eine Recherche vom 17.11.2009 förderte übrigens zutage, dass diese Gemeinschaftsgrundschule nicht nur über großartige Wandmalereien verfügt, nein, es gibt seit 2008 sogar ein Schullied.

Das rechtsrheinische Köln hat noch einige Überraschungen zu bieten. Man muss nur mal über den Rhein herüberkommen und sie sich anschauen ;-)


  One Response to “Problemviertel Kalk? Nein – es gibt sie noch, die gute, alte Zeit!”

  1. Michael Weckerlin

    Nach der Schule geht´s dann zum Fußball-Verein Viktoria Köln mit folgendem Hinweis:

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