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Wir möchten, dass Ihr mehr lacht!

Daher unser Ausgehtipp für morgen, Donnerstag 25.April 2013:
Sascha Korf bringt intelligente Impro-Comedy ins Senftöpfchen: “”Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam”

Ich habe Sascha Korf schon zweimal live gesehen und freue mich schon auf die neue Show.

 

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Also dann: Bis morgen ;)

 

Anbei folgender, unlängst mitgehörter “Trialog am Büdchen“:

[Thünn, Carlos und Bombo, drei Imis, stehen am Büdchen und sprechen über Köln. Sie hatten sich vorher sehr, sehr lustig über diesen “HauptstadtflughafenBER gemacht. Doch durch die Express-Schlagzeile “Dom zittert vor Linie 5” verzog sich ihre ungezügelte Lebensfreude und sie kamen auf das Gemeinwesen Köln und seine Bauvorhaben zu sprechen. Sie haben keine Eile, im Hintergrund läuft “Viva Colonia“, sie haben alle eine Flasche Reissdorf vor sich.]

Carlos: „Seid mir bitte nicht böse, aber wenn die Stadt Köln es schafft, per U-Bahn auch noch den Dom zu vernichten, dann kündige ich Köln die Freundschaft. Ihr habt doch alle einen am Strüßchen, ihr am Rhein. Ich sehe förmlich schon den Rosenmontagszug 2015 fröhlich durch die staubige Ruine des Doms fahren, unter dem Motto “‘s Arschiv em Arsch, dä Dom en Trümmer, et juckt ons nix, m’r trinke immer!”

Thünn: „Das ruckelt nur ganz wenig. Ein Experte hat vorhin im Radio klargestellt, dass jede Fliegerbombe im zweiten Weltkrieg mehr Erschütterungen verursacht hätte, was ja nun echt beruhigend ist.

Die Bahn soll vorsichtshalber im Dombereich langsamer fahren. Ich schätze mal, dass man jetzt zu Fuß schneller vom Hauptbahnhof zum Rathaus kommt als mit der U-Bahn, was ja irgendwie auch wieder einmalig ist. Ein Rentner sagte gestern im Café Klein auf der Sülzburgstraße: “Do würr‘ isch sowieso nit injestiege‘, isch bin doch nit lebensmöd‘.”

Bombo: „Härrlisch! ‚Do würr‘ isch sowieso nit injestiege‘, isch bin doch nit lebensmöd‘.‘ Ich sach‘ nur: ‚Wir trinken Immer.‘ ‚Aber natürlich Herr Immer, ah, verstehe, genial…‘” [Er zitiert aus dem Großwerk „Didi, der Doppelgänger“ von 1983.]

Thünn: „Wir trinken immer! Und das seit über tausend Jahren, vermutlich. Oder wie ich unlängst las: ‚Die Brautradition der Stadt Köln ist angeblich bereits auf das Jahr 873 zurückzuführen; Historiker bezweifeln jedoch die Echtheit der Urkunde.‘“

Bombo: „Ach wat! Historiker lügen doch alle! Et war 583. Vorher wurden 11.000 Jungfrauen beglückt, dann jett Bier jebraut und ab fürrem’ Auerochsenrennen – vorher noch ein Thing am Bydchen.“

Carlos: „Wunderschön!“ [Er beginnt zu singen]: „Cologne, Cologne, es zittert der Dom…“

Thünn: “Und jetzt auch noch de Driss am Heinrich-Böll-Platz! Moos und Flechten kommen nicht – aber die Stadt darf die Stolperfallen nit saniere. Carlos, die erwähnte ‘Decke der Philharmonie’ wird übrigens sowieso bei Konzerten immer von Security abgesperrt, wat Annemie mir zuerst nicht glauben wollte…”

Bombo: [fällt Thünn ins Wort] “…und es gibt immer tolle ‚Interaktionen‘ zwischen Inlineskater-Familienvätern und Sicherheitsleuten (rhetorisch begrenzt)… Gott, ich liebe diese Stadt!”

Carlos: “.. etwa, damit es unten im Konzertsaal nicht rumpelt, wenn sich oben die Passanten zu Tode stolpern??? Köln ist göttlich, wahrlich… Unfassbar, aber wahr!

Und man ist sich ganz sicher, dass nicht demnächst die Linie 5 in den Konzertsaal der Kölner Philharmonie einfährt? Leicht verspätet, weil man am Dom schnell noch das Richterfenster zum Klirren bringen musste? Und wann wird das Original-Palermo wegen Rufschädigung klagen?”

[Blick gen Himmel, kopfschüttelnder Griff zur Reissdorf-Flasche, unabgestimmt]:

Alle: „Prost.“

[Erstveröffentlichung am 10.01.2013.]

 

Wer morgen Abend noch nichts vor hat und bei dem Box-Spektakel noch nicht dabei war, sollte sich das mal gönnen:

 

 

 

 

Es fing alles so sauber,  neu & voller Begeisterung am Rathaus an. Und dann das:

Ich sehe es schon vor meinem geistigen Auge… Der Rosenmontagszug 2015 passiert die Ruine des Doms und das Motto der Session lautet:

“‘s Arschiv em Arsch, dä Dom en Trümmer, et juckt ons nix, m’r trinke immer!” (Carl-A. Heller)

Und was singen wir bis dahin? “Cologne, Cologne, das Zittern vom Dom!”

 

MIRKO POLO, DEF BENSKI & PACO MENDOZA Rappen op Kölsch.


Brandneu geistert dieser Clip durch die lokalen Blogs und Medien.

Warum nit, sagen wir. Die Melodie ist eingängig, der Clip gut umgesetzt. Klar, es werden mal wieder sämtliche Köln Klischees voll bedient – aber das gehört wohl beim kölschen Lokalpatriosmus dazu.

 

Was haltet Ihr von dem Song?

 

Weitere Kölsch-Rap Songs

Hier tanzen die Büdche Boys über die Kegelbahn. Der Sound erinnert an die Beastie Boys.

 

Eigenstein Royal rappen schon länger auf Kölsch

 

Und ganz oldschool der wohl erste Rap auf Kölsch von den Bläck Fööss

 

Tipp für’s Wochenende: Weihnachtseinkauf mal anders -Holy Shit Shopping

 

Am 06.06.2012 laß Hanns Zischler in der Buchhandlung Klaus Bittner aus seinem aktuellen Roman “Lady Earl Grey“.

Nach der grandiosen, etwa 50minütigen Lesung, wurde es dann etwas gezwungen, da dem Autor “Fragen zum Werk” gestellt werden mußten sollten.

Neben der absoluten Killerphrase “Was haben sie sich beim Verfassen des Werkes gedacht?” und einem Hinweis auf Kafkas Josefine, dilettierte vor allem preschte eine Pressevertreterin nach vorne, die wirklich & ernsthaft die Frage stellte:

Ist denn die Maus ein unterschätztes Wesen?

“Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain! Trübtauber Hain am Musenginst! Kraweel, Kraweel!” Man kam sich ein bißchen vor wie bei Loriot, also mir gings zumindest so:

Nach endlosen, zähen 15 Minuten Fragerunde (die mir länger vorkamen), in denen u.a. auch E.T.A. Hoffmann ins Felde geführt wurde (!), und das bei einem Buch, das einfach auf hohem Niveau unterhalten möchte & durch Illustrationen liebevoll gestaltet wurde, also im allerbesten Sinne ein Unterhaltungsroman ist, war selbst Hanns Zischler bass erstaunt und kippte diese Verwunderung in die letzte Aussage des Abends:

“Ich habe noch nie so ernsthaft über das Buch diskutiert.”

Worauf ich feststellte:

“So ist halt das ernste Köln, wir lachen selten.”

Nicht das “heilige Köln”, sondern das “ernste Köln”.

Köln: Eine Stadt sucht ihren Paradigmenwechsel.

 

gegen 3 Holländer!

Zwar habe ich nach der Finalniederlage der Bayern kein gutes Gefühl für die kommende Europameisterschaft, aber so lange Neu-Londoner Lukas Podolski noch so viel wert ist, kann alles gut werden. ;-) Es wird ohnehin eine bipolare EM: Vorrundenaus oder Europameister! Hoffe ich.

Die Paninitauschbörse in Nippes läuft übrigens – in der Nachspielzeit – am 26. Mai und 2. Juni 2012 im “buchladen neusser straße“. Und auf Paninibildern liegt nicht so ein Fluch wie auf den Sammelbildern von REWE… aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte!

 

Mit Sakrileg ist dieser ungeheuerliche Vorgang nur unzureichend beschrieben. Oder?

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