21.02.2006:

Liebes Tagebuch, ich habe mich heute in der Meldehalle Kalk im Bezirksrathaus Kalk als Kölner angemeldet. Nummer gezogen, gewartet, an der Reihe gewesen, Bundespersonalausweis gezückt, Aufkleber und Stempel darauf, offiziell Köln-Kalker geworden. Auch unter fußballerischen Aspekten ein heikler Schritt. Also Köln, nicht Kalk.

09.07.2006:

Laufe mit einem Frankreich-Trikot durch Kalk und halte mich für einen lebenden Akt des Widerstandes. Am späten Abend habe ich starke Einschlafprobleme, da auf den Straßen sehr viele Hup-Wanderfahrten stattfinden.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, kommt morgen ins Bürgerhaus Kalk zum 20. Kalker Kaffee! Oder lest in den kommenden Wochen [hier] weiter…

 

hat total versagt.

Gut, dass Edgar Allan Poe das nicht mehr miterleben musste.

 

Beim Gang durch die “Köln Arcaden” (die übrigens nicht “Kalk Arcaden” heißen) fiel mir dieses Ostergewinnspiel auf:

 Was lernen wir aus diesem Gewinnspiel?

Manche Abstimmungstelefonate zwischen Agentur und Kunden laufen wohl so ab:

“Jajajaja, Gold und QR-Code funktioniert immer!”

“Dann machen wir’s so.”

Ich wünsche eine besinnliche Vorosterzeit links und rechts des Rheins!

 

 

 

 

Frei nach Gertrude Stein: “Eine Knospe ist eine Knospe ist eine Knospe.”

 

 
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Allen Menschen, die sich auch mal auf die andere Rheinseite trauen, auf die rechte nämlich, sei an dieser Stelle mt Nachdruck der “Blaue König” anempfohlen!

Zum Jahresende 2007, nach zehn Jahren, in denen der “Blaue König” eine positive Singularität nicht nur auf der rechten Rheinseite war, hatten die damaligen Betreiber genug, verließen Köln und es schloß sich eine wechselvolle Geschichte in den Jahren 2007 bis 2009 an, mit betont dilletantisch vorgetragenen Spargelschälversuchen, vergessenenen Getränkebestellungen, Öffnungszeiten nach dem Mondkalender und überforderten Kellnern & Köchen. Ein Intermezzo also, das man getrost vergessen kann. Die ganze leidvolle Zeit kann man hier auf Qype im Detail nachlesen.

Doch seit dem Sommer 2009 ist der aktuelle Pächter dort – und seit dieser Zeit kann man das Café und Restaurant wieder nur allerwärmstens empfehlen. Das Sünner-Kölsch ist dort immer gepflegt & gut gezapft, der Wein sehr gut, der Gruß aus der Küche mehr als gefällig.

Man hat sich für eine “bekochbare” und nicht allzu ausufernde Karte entschieden, was ich persönlich als Gewinn empfinde, da man sich dort einfach nicht verzettelt und die Gäste immer wieder mit abwechslungsreichen und spannenden Tagesangeboten überrascht.

Die Tarte flambée – eine Spezialität des Hauses, ist stets bemerkenswert gut und obwohl hauchdünn, sehr, sehr mächtig.

 Flammkuchen

Vor allem ist ein Besuch zu empfehlen, wenn das Schnitzel Wiener Art auf der Tageskarte (handgeschrieben mit Kreide, wie ich noch nachtragen muss) angeboten wird! Ich habe ausserhalb Wiens und Bayerns selten so perfekte Schnitzel gegessen! Der Clou: In die Panade ist Zitrone gegeben – einfach mal selbst ausprobieren. Vor allem in Verbindung mit Spargel (stets sehr gut geschält) ein Gedicht…

Das Gleiche gilt aber auch uneingeschänkt für die exzellente Pasta…

… und besonders hervorheben muß man auch die selbstgemachten Kuchen, die zwar nicht in Auswahl, aber in Qualität sogar den Vergleich mit dem Schlechtrimen in Kalk nicht zu scheuen brauchen. Aber das wäre wieder eine ganz andere Geschichte. Nachdem man im Jahr 2010 endlich das “IKEA-Kirmesbesteck” durch qualitativ besseres Werkzeug aus dem Hause “Franz Fürst” ersetzte, habe selbst ich nichts mehr zu mäkeln ;-)

Man kann einfach alles von der Karte ans Herz legen, sowohl die Flammkuchen als auch die Tagesgerichte sind von höchster Qualität und Güte, das Frühstück ist sehr gut und an Wochenenden bis 17.00 Uhr (!) bestellbar. Der Service ist bemerkenswert, die Bedienungen sind sehr, sehr freundlich (auch in Stoßzeiten und wenn’s hektisch ist) und das Ambiente, die Einrichtung und damit die Atmophäre sind toll. Hier wird man gerne und bewusst zum “Redundanzesser“, wie Jürgen Dollase es nennt. Wer es gerne noch detailierter haben möchte, der kann sich meinen Riemen, den ich als Langzeitbeobachtung auf Qype verfasste, durchlesen.

Die Öffungszeiten:
Dienstag bis  Freitag von 11 – 24 Uhr; Samstag  12 – 24 Uhr und Sonntag von 9.30 -24 Uhr. Die Küche ist durchgehend bis 23 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.

Mein Vorschlag: Hingehen, genießen, einen eigenen Eindruck verschaffen und uns idealerweise auf rheinkilometer688 von eben diesen berichten!

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